Pforte zum Paradies

Noch im Juni glaubten alle, dass er – der Sommer – nie kommen würde… es wurden viele Witze gemacht, wie „ der Winter geht in den nächsten Winter über“.

Aber dann kam er doch zur grossen Überraschung und zwar in voller Breite: strahlend blauer Himmel mit herrlichen warmen 26-30 Grad C. Für Wochen konnten wir uns in voller herrlicher Wärme aalen. Die Mädels trugen kurze bunte Röcke und Hot Pants in vielen leuchtenden Farben. Die Herren wagten auch kurze Hosen und Sandalen (aber bitte ohne Socken!) und hier und da ein kecker Strohhut. Die Wirte der  Terrassen-Restaurants freuten sich auch, denn bis in die späten Abende hinein trank und lachte man immer noch in angenehmer Wärme bei Kerzenschein. „HUGO“ war das Getränk des Sommers 2013 – was haben wir ihn genossen, süffig, prickelnd und stimulierend – mal mit Strohhalm, mal ohne. Gymnastik im Garten, morgens ins Schwimmbad und überall lachende freundliche Zeitgenossen. Es war einfach der schönste Sommer 2013!

Jetzt, wo es bereits anfängt nach Herbst zu riechen: Dahlien, Sonnenblumen und Astern als Vorboten bereits auf dem Markt zu bekommen – da werde ich wehmütig. Ich wollte, dass dieser Sommer nie aufhört, dass ich die Leichtigkeit des Sommers noch für längere Zeit geniessen dürfte. Vielleicht söhnt mich ja ein goldener Oktober mit seinen satten, gelben, braunen und rotbraunen Tönen und raschelndem Laub etwas aus. In die Schaufenster mit der neuen Wintermode mag ich noch gar nicht sehen, denn es sind sehr viele dunkle Farben.  Denn wir wissen, der nächste Sommer kommt bestimmt – so steht es im Kalender. Wie er wird, das wissen wir erst dann. Ich freue mich darauf und werde ihn hoffentlich bald wieder mit ausgestreckten Armen empfangen!

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 Mein sommerliches paradiesisches Gefühl wurde noch getoppt: Ich durfte die “ Pforte zum Paradies“ öffnen! Unterhalb des Àquators , auf der Höhe von Madagaskar und 11 Flugstunden von Paris entfernt liegt für deutsche Touristen eine noch relativ unbekannte Insel: „Ile de la Réunion“.  Sie ist ein Department von Frankreich, man reist mit dem Personalausweis ein, bezahlt in EUR-Währung und spricht vorwiegend Französisch. Es ging schon feurig los beim boarden der „Air Austral“ Maschine: Denn anlässlich des 10jährigen Jubiläums der Fluglinie „Air Austral“ spielte eine Band mit heissen Rhythmen. Und das nicht genug,  während des Fluges ging die Band durch die Reihen mit einer flotten dunkelhäutigen schönen Sängerin.  Es war eine fröhliche und lockere Atmosphäre im Flugzeug, sogar die Stewardessen sagten, das hätten sie noch nicht so erlebt!

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Obwohl Winterzeit auf der Insel, schlug uns gleich die Hitze entgegen und die Sonne lachte vom wolkenlosen blauen Himmel. Nach den gewöhnlichen Formalitäten wie Mietwagen abholen etc. fuhren wir dann endlich auf einer wunderbaren Autobahn ca. 45 Minuten gen Süden bis zu unserem Domizil für die nächsten zehn Tage:  „Lux*Resort, vor zehn Jahren noch ein „Clubmed“ und nun ein direkt an der Lagune Hermitage liegendes 5 Sterne Resort. Ein grosses schmiedeeisernes Gitter öffnete sich nach unserer Legitimation und vor uns lag das schönste weisse Kolonial-Haus mit der Rezeption. Welcome to Paradise : ein Garten voller herrlicher Bäume, Palmen, Blüten und fröhlich zwitschernden Vögeln. Und überall begrüsste uns das Personal mit einem breiten herzlichen Lachen. Das war so ansteckend, dass ich auch nicht anders konnte und fröhlich zurücklachte! Nachdem wir unser  schönes Zimmer bezogen hatten, trieb es uns gleich an das Meer, wo es sachte hineinging und so auch für kleine Kinder gut geeignet ist. In der Ferne war das Korallenriff, in dessen Nähe man vorsichtshalber wegen des starken Sogs lieber nicht gehen sollte, aber die weisse Gischt der Brandung war ein schönes Bild. Am Strand war ein buntes Treiben von Surf-Paddlern, Kanus, Joggern und hoch am Himmel Paragleitern. Die Insel bietet eine Fülle von Sportmöglichkeiten.

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Die Inselbewohner sind alle von verschiedener Couleur und keiner hat den Anspruch der erste Bewohner gewesen zu sein. Deshalb auch das friedvolle Zusammenleben von Hindus, Moslems, Katholiken und Buddhisten. Dieses bunte Gemisch ist besonders schön auf den Märkten, die die ganze Woche lang auf der Insel verteilt sind. Unweit des Hotels besuchten wir einen bunten Markt, wo Gemüse, Kräuter, Gewürze und vielerlei Obst wie Ananas – Hauptexportartikel –und  Lychees und auch Schuhe, Basttaschen, Kleidung und Antiquitäten sowie Schmuck angeboten werden.

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Schnell kamen wir ins Gespräch mit einigen Markthändlern, Franzosen, die bereits seit 20 Jahren auf der Ile de la Réunion leben und alle sprachen davon, dass sie von der „Metropole“ kamen. Bis wir schliesslich verstanden, dass damit Paris gemeint ist. Andere verdienen sich dort ihren Lebensunterhalt durch ihre künstlerischen Fähigkeiten. Ein Künstler aus Georgien, Zurab Sumbadze, lebte dort über zwei Jahre und er gab mit ein paar wunderschöne farbige Gemälde, die hier abgebildet sind und nichts könnte besser die Einwohner besser darstellen als seine farbenprächtig gekleideten Frauen.

Viel Praktisches könnte ich über die Insel erzählen, wie der Besuch in dem Gewürzgarten von Patrick Fontaine oder in der Vanille Fabrikation mit Bertrand Come und auch die Zuckerfabrik oder in dem Schildkröten-Observatorium. Es wird einem nicht langweilig. Sie können sich aus den folgenden 10 Punkten aussuchen, warum es auch für Sie interessant sein könnte, die Ile de la Réunion zu besuchen.

Sogar Jean Paul Belmondo hatte 1969 einen Film auf der Reunion gedreht:“ Les sirenes du Mississippi“ und es hatte ihm so gut gefallen, dass er die Insel wieder besuchen wollte. 

  1. Ein erhaltenes Naturparadies und geschützte    Naturreichtümer – Vulkanlandschaften, Talkessel und Hochebenen von La Réunion gehören zum Welt-Kulturerbe.
  2. Völlig neue Erlebnisse und Erfahrungen mit originellen und vielfältigen Freizeit-Aktivitäten: Delphin- und Wal-Safari, Abenteuer inmitten tropischer Natur, sportliche Aktivitäten für alle Zielgruppen (Surfen, Tauchen, Wildwasser- und Wellenreiten, Hochseeangeln, Wandern, Reiten, Mountainbiking, Canuying, Klettern, Golf, Lava-Tunnel; Motorrad-Verleih, Helikopter-Rundflüge, Ultraleicht-Flugzeug, Gleitschirmfliegen). Es gibt alles für alle auf der Insel!
  3. Die kreolische Gastronomie mit vielfältigen Gewürzen, ihren „Caris“ (einheimische Gemüse-Eintöpfe), ihren vielen Aromen, dem „Punch“ ein Getränk auf Rum-Basis.
  4. Es ist eine europäische Destination mitten im Indischen Ozean (moderne Telekommunikation, Euro als Zahlungsmittel, europäische Gesundheits-Standards).
  5. Vulkan „Piton de la Fournaise“ – ein immer noch aktiver und zugänglicher Vulkan – eine Mondlandschaft.
  6. Ideales tropisches Klima und das ganze Jahr über angenehme Temperaturen und attraktiv durch seine vielen Möglichkeiten.
  7. Die „Farben der Welt“: ein Regenbogen – Insel in kreolisch, afrikanisch-madagassischen, indischen und chinesischen sowie europäischen Farben.  Ein weltweit einzigartiges Beispiel für menschliche Harmonie.
  8. Die Insel des „Wanderns“: Bergwanderung, Bergläufe, ULtra-Cross-Lauf.
  9. 40 km Strände, davon 30 km von einem Korallenriff umgeben, darin unbeschwertes und gefahrloses Baden und Schwimmen.
  10. Die „Route des Tamarins“ (Höhenstrasse) in phantastischer Qualität, um die Insel von Nord nach Süd zu umfahren.

Worauf warten Sie noch?

Ihre Marlis Leo

Hier einige Tipps:

Anflug mit Air Mauritius von FRA über Paris mit Zwischenstop auf Mauritius oder Air Austral direkt von Paris

Dieser Artikel erschien auch in der Zeitschrift Cocoon : lie de la reunion (PDF, 4 MB)

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