Kapern – und was nun?

Ich kenne Kapern nur im Glas eingelegt in Essig – bekannt für Königsberger Klopse oder italienisch Vitello Tonnato.
 
Dann aber machte ich die Bekanntschaft mit Patrizia, der Chefinin der Küche des Restaurants „LA TORRE“ In Casale Monferrato, Piemont/Italien.
Der Besuch in das Restaurant hat eine lange Geschichte, man kann es in einem früheren Blog nachlesen. Das bemerkenswerte ist daran, dass dieses Restaurant „la Torre“ dort auf dem ehemaligen Schlachthofgelände des Piemont  mit dem 4-Sterne-Hotel „Candiani“ neu eröffnet wurde, aber immer noch im gleichen Familienverbund.
 
Viel gelacht hatten wir, als mein Mann dann sagte: Es könnte also sein, dass ich in diesem Stuhl bereits vor 40 Jahren gesessen habe! Si, e possibile!
 
Ich liebe es in die Küchen der Restaurants zu gehen und Patrizia erzählte mir etwas von einem Kapern-Strauch in ihrem Gemüsegarten neben der sehr grossen professionellen Küche. Ich wusste bisher nicht, woher die Kapern eigentlich kommen.  Sie schenkte mir dann ein grosses Marmeladenglas  mit in Meersalz eingelegten Kapern.  Welch eine Köstlichkeit, was habe ich so lange nicht gewusst!


Ich bereite diese wie folgt zu:
 
Die trockenen Kapern in heissem Olivenöl unter
ständigem Rühren ca. 4-5 Minuten frittieren, dann auf einem Papiertuch erkalten lassen und sie sind göttlich knusprig! Diese verwende ich dann auf Salaten, Pasta, Pizza und Reis .
 
Der Kapernstrauch wächst im Süden in der Nähe des Meeres an einer Mauer. Bis August sollten diese geerntet sein, denn danach entfaltet sich die prächtige weiss-violette Blüte des Strauches und damit ist die Knospe für die Ernte verloren.
 
Aber aus dem Fruchtknoten der Blüten entwickeln sich bald birnenförmige Kapernäpfel, die eingelegt in Essig auch als Snack zum Apero und als Zutat für Salate eignen.

Gstaad Zügelte 2022 – Traditioneller Alpabtried mit geschmückten Kühen

Es ist eine alte Tradition, dass die Kühe von der Sommeralp durch die Gstaader Promenade ziehen. Ein wunderschönes Erlebnis, welches großer Vorbereitungen bedarf. Und das was die Zuschauenden auf der Promenade sehen ist nur ein Bruchteil dessen, was zum Züglete dazu gehört.

Vom Bauern handgeschnitzter Kuhkopf

Es ist eine ale Tradition, dass die Kühe von der Sommeralp durch die Gstaader Promenade ziehen. Ein wunderschönes Erlebnis, welches großer Vorbereitungen bedarf. Und das was die Zuschauenden auf der Promenade sehen ist nur ein Bruchteil dessen, was zum Züglete dazu gehört.

Bauer mit geschmückten Kühen

Vorbereitungen für den Alpabzug

Bevor die Kühe von der Alp ziehen müssen zunächst das Geläut angelegt werden. Jede Kuh bekommt eine Glocke oder Treichel. Es kann bis zu 4 Stunden dauern von der Alp zur Promenade geführt von Bauern und Helfern.

Am Vortag wird der Blumenschmuck mit viel Liebe, Tannengrün und herbstlicher Blumenpracht angelegt. Dieser Schmuck wird mit eienr Leine rundum die Hörner der Kühe gespannt. Teilweise dient auch ein Melkschemel als Gerüst für die Blumenpracht.

Große Verantwortung für die Bauern

Saanengeiss uaf der Promenade

Die Bauern sind angespannt, weil sie eine grosse Verantwortung haben, die Tiere unversehrt zu Tal zu bringen und den Zeitplan für die Promenade einzuhalten.

Die Herren legen die Stallkleider ab und tauschen sie gegen Edelweiß-Hemden und kurze Hosen. Die Frauen tragen schon diese Blusen und flechten sich gegenseitig die Haare zu kunstvollen Frisuren. Die jungen Zügelhelfer stärken sich mit Zopf, Käse, Fleisch und Sirup!

Endlich aus dem Stall

Sobald die Kühe die Ställe verlassen haben, bleiben sie stehen und schauen sich die Zügelhelfer an und erst wenn sie die treibenden Rufe wahrnehmen, setzen sie sich langsam in Bewegung. Die Gustis (Jungstiere) zusammen mit den Kühen setzen sich als ganzer Zug mit moderatem Tempo in Bewegung. Für die Helfer ist es gar nicht einfach, die Tiere zusammen zu halten. Es kommt schon vor, dass sich eine Kuh ausschert oder einfach stehen bleibt und sich in der Runde umschaut. Aber ein Klapps mit dem Stock auf das Hinterteil genügt, damit sie weitergehen.

Einkaufserlebnis bei den Landfrauen

Großmutter mit Enkelin und Urenkelin und Bernhardiner

Am Rand der Promenade sind viele Stände der Bauern und auch der anliegenden Boutiquen. So kann man dies und jenes kaufen oder viele Käsesorten je nach Reifungsgrad probieren und erstehen. Auch diverser Zubehör ist zu kaufen wie Kuhglocken in allen erdenklichen Grössen, Trachtenkleidung, Körbe, Bürsten sowie hausgemachte Marmeladen und Sirup!

Die Bauern sind im Sommer bis zu drei Monaten auf der Alp und produzieren dort Käse, heuen und vieles mehr. Es ist ein anstrengender, aber durchaus angenehmer Aufenthalt in der herrlichen reinen Luft, der rundum guten Aussicht auf die vielen umliegenden Berge. Und abends hockt man beisammen am offenen Feuer und manchmal trifft man sich auch zum Jodeln.

Jodel Club

Ich wünsche und hoffe, dass diese schöne Tradition noch viele Jahre stattfinden kann!

Berghuus Radons

Berghuus Radons oberhalb von Savognin – Stiller Luxus in Graubünden
Vom Berner Oberland über den atemberaubenden Grimsel-Pass und Furka-Pass und dann Oberalp-Pass machten wir uns auf den Weg zum „Berghuus Radons“  auf ca. 2000 m Höhe im Val Nandro oberhalb von Savognin. 




Ein befreundeter Bergführer hatte uns von dem „non-plus-ultra Hotel“ erzählt woraufhin wir uns das doch selber erkunden wollten. Das Rheintal hinunter fuhren wir Richtung Bonaduz, Thusis, Tiefenkastel. Ein Dorf später kommt Cunter, von wo wir auf einer steilen, später schmalen, kurvenreichen Bergstrasse die Bergdörfer Riom und Parsonz passierten bis sich vor uns in dem grünen Tal auf 1860 Meter Höhe ein kleiner Weiler mit ein paar Häusern auftat. Das Berghaus macht einen zunächst unscheinbaren Eindruck. Über eine grosse Terrasse betraten wir die Lobby und da stand unübersehbar und unüberhörbar Fadri Arpagaus, der Chef und Inhaber! Er begrüsste uns sehr warmherzig und wir waren sofort eingenommen von seiner fröhlichen Art.




Spannende Architektur
Die Lobby ist wie alles in erlesenem Altholz gebaut mit einem Blick durch eine Glasschwingtüre in die professionelle Küche. Der Raum besticht durch einen grossen offenen Kamin aus tonnenschwerem Granit mit gemütlichen Sitzplätzen, wo man sich gern mit den anderen Gästen unterhalten kann. Daneben ist die Rezeption, aber die besteht nur aus einem runden Hochtisch und einem Regal. Das Wichtigste ist dort Anna – gelernte Buchhändlerin, die lieber mit Menschen anstatt mit Büchern spricht und so sehr engagiert den Job als Rezeptionistin und „Helferin“ in allen Fragen erfüllt und keine Wünsche vergisst! 




Klein aber Fein
Das Berghuus hat nur 12 Zimmer in drei Kategorien: Superior DZ mit Himmelbett oder Classic DZ mit Doppelbett und Bergblick oder DZ mit Blick bergseits. Alle Zimmer sind sehr geschmackvoll in Altholz eingerichtet. Der Fernseher ist dezent hinter zwei Altholz-Klappen versteckt. Das Bad ist mit modernen schwarzen Armaturen ausgestattet. Zum Öffnen der Zimmertüre gibt es eine rustikale Kordel mit einer kleinen runden schwarzen Magnetscheibe – kein Schlüssel oder Chip – die man gegen die Tür hält und  im Zimmer gleich neben der Tür an eine Magnetplatte hängt und Schwups geht das ganze Licht im Zimmer und Bad an. Genial, wenn man bedenkt, dass die Chip Keys oft nicht funktionieren und wenn man im 9. Stock eines Hotels ist und wieder an die Rezeption laufen bzw. im Lift fahren muss, um den Key neu codieren zu lassen.  Ein genialer Designer hat dort wirklich viele kluge Ideen mit viel Geschmack installiert.







Eine lange Geschichte
Fadri hatte bereits als 6–jähriger in der Küche im alten Berghuus in den Sommerferien ausgeholfen, da er wegen seines Heuschnupfens nicht auf dem Mayensäss arbeiten konnte. Damals war das Berghuus eine einfache Berghütte. So kam Fadri wohl auf den Geschmack für die Hotellerie. Er arbeitete als Lehrling im Waldhaus Flims und startete dann seine kulinarische Karriere in Luxushotels in Zürich, und weiter in Bangkok und Lake Louise in Kanada. Danach arbeitete er fünf Jahre lang als privater Chef für eine sehr wohlhabende Familie in Gstaad mit über 80 anderen Angestellten weltweit.

Fadri hörte von dem Verkauf des alten Berghauses und sah darin seine Chance nach Savognin, wo er auch ursprünglich herkommt, zurück zu kehren. Da es alles ganz schnell gehen musste, stellte ihm sein damaliger Chef seinen Learjet zur Verfügung, um kurzfristig und spontan nach Savognin zu fliegen, um dort per Handschlag den Kauf zu machen. Bei der Finanzierung halfen ihm befreundete Investoren.

Heute ist das Berghuus Radons ein Juwel mitten in der Bergwelt von Savognin. Von der großzügigen und gemütlichen Terrasse hat man einen Blick auf das Tal und die umliegenden bis zu 3000 m hohen Berge. Zum Wandern gibt es einen Erlebnispfad mit lehrreichen Stationen zum Thema „wie es früher war“. 

Ein weiterer Wanderweg führt über ein offenes Tal zum Fuße des Piz Forbesch (3.000 m) entlang einem Bachbett mit sehr grossen Steinen und wilden Felsen, leider zurzeit ohne Wasser. Am Ende des Spaziergangs, am Rande der herrlichen Arven und Kiefern kamen wir aber an einen rauschenden Bach. Wir kühlten unsere Füsse nach der fast 3-stündigen Wanderung – welch eine Wohltat!

Hauptsaion im Winter zum Skilaufen und Rodeln
Im Winter sieht es dort wieder anders aus: es ist ein sehr beliebtes Skigebiet und die Strasse ist für den Autoverkehr gesperrt und den Skiläufer und Schlittenfahrer vorbehalten. Bei der Anreise im Winter wird man von der Mittelstation des Skiliftes mit dem Schneetöff oder einem Raupenfahrzeug abgeholt, samt Koffern und Sportgepäck! Fadri sagte auch, er sei schon heute für die Wintersaison ausgebucht.




Kulinarik der Extra-Klasse 
Seine Küche mag weltweite Einflüsse haben, und die Menukarte ist inspiriert von lokalen interessanten Gerichten wie Capuns und Pizzoccheri (eine Art Nudeln) sowie die Ravioli nach dem Rezept seiner Grossmutter. Die Gnocchi waren so zart und lecker, dass ich diese sogar ein zweites Mal bestellte. Am Abend bietet Fadri ein täglich wechselndes 3/4 -Gang Menü an. Fadris kulinarische Ausrichtung geht vom Wagyu-Rind über selbst gezüchtete glückliche lokale Schweine bis zu feiner Salami von der Alp Ozur. Alle weiteren Zutaten kommen nur aus der Gegend. Nicht zu vergessen die Weinkarte mit ausgesuchten erlesenen Weinen aus Frankreich, Spanien, Italien und Argentinien.
Fadris Küche ist wahrhaft eine Sensation und nicht nur deshalb schon eine Reise wert.

Marlis Leo

Mit der „Gstaad Card“ auf die Wispile (1911 m)

Die Wispile ist schon immer sehr beliebt, da es oben  auf einem der Gstaader Hausberge viele Möglichkeiten für Gross und Klein gibt. 

Dieses Jahr spielte das Wetter im August herrlich mit, entsprechend gross war der Andrang.

Als Gstaad Tourismus Gästeberaterin

mache ich die Gäste auf die „Gstaad Card“ aufmerksam, die jeder Gast bei mindestens einer Hotel-Übernachtung oder auf dem Campingplatz im ganzen Saanenland gratis erhält. Meine Aufgabe ist es, die Gäste über die großartige Vergünstigung zu informieren.

www.gstaad.ch

So beobachtete ich die herbeiströmenden Familien und konnte sie fröhlich auf das Angebot ansprechen. Viele waren sehr dankbar und falls sie von dem Hotel oder Ferienwohnung keinen QR-Code erhalten hatten, so konnten Sie mit meiner Hilfe das Formular in Deutsch, Englisch oder Französisch ausfüllen lassen. Damit konnten sie dann an der Kasse ein ermässigtes Ticket kaufen. Kinder erhielten von mir die „Saani’s“ Erlebniskarte oder auch eine Saane-Geiss Postkarte, die sie teils fröhlich wedelnd in ihren Händen festhielten. Und ich erhielt ein herrliches Dankeschön, Merci, thank you oder auch „Sukran“. Ich war positiv überrascht wie gut erzogen die vielen Kinder waren. 

In der Stosszeit erschienen an Samstagen oder Sonntagen etwa 500 – 600 Gäste. Gäste mit einen GA (Generalabo der SBB) oder Saisonkarte liefen direkt an das Drehkreuz zur Seilbahn-Fahrt. Aber auch Gäste mit nur der Halbtax-Karte waren sehr erfreut, diese für die Seilfahrt benutzen zu können.

Besonders Familien mit Kindern (ab 6 Jahre) waren über diese Vergünstigung sehr froh.

Es kamen Rollstuhl-Fahrer, die mit der Gondel fahren wollten. Für einen nicht klappbaren Rollstuhl gibt es eine besondere Gondel, die auch einen grossen Rollstuhl befördern kann.  

Hundeliebhaber dürfen Ihre „Lieblinge“ gratis in die Seilbahn mitnehmen

Es gab sehr, sehr viele Vierbeiner, die natürlich alle gratis fahren dürfen. So viele Hunde auf einmal habe ich selten gesehen. Manchmal fragte ich nach der Rasse des Tieres und die Hundebesitzer freuten sich an meinem Interesse. So waren es:

Belgischer Schäferhund (Merkmal: schwarze Kopffarbe und sehr drahtig), dann lustige Golden Doodles – alle Vier an einer Leine!! Auch ein Doodle aus einer russischen Rasse ..Bon…? …Spitz so weiss und rund wie ein Schneeball, große Pudel, der kleinste aller Hunde war ein Chihuahua. Beeindruckend war ein sehr großer Hund mit langem, schwarzem Fell. Auf meine Frage wie er denn heisse, wurde mir gesagt, dass dieser Hund Menschen in Lebensgefahr aus dem Wasser retten kann!

Ebenso zahlreich waren die Nationalitäten der Gäste: 

Selbstverständlich kamen viele Schweizer aus Zürich, Basel, Genf. Dazu in großer Anzahl Gäste aus Abu Dhabi, Bahrain, Dubai, Katar und Saudi Arabien (wo es zurzeit gerade 49 Grad heiss sei!!)

Italien – ein Gespräch über Politik beendete ich schnell, da eine zu grosse Meinungsverschiedenheit auftrat! Gäste aus den USA, eine Herr aus L.A., ursprünglich Israel, so dass ich einige Brocken hebräisch sprechen konnte und er seiner Frau zurief: „She speaks hebrew“. Eine elegante chinesische Dame aus Shanghai „Nihao“ –
sie lebt aber heute in Toronto. Sogar ein Finne aus dem hohen kalten Norden kam zu mir, um sich zu informieren. Sein Freund lief gleichentags den „Glacier Run“ und ich konnte ihm viele Tipps für seinen Aufenthalt geben (wie z.B den Campingplatz resp. Guesthouse).  Dann kam eine kleine private Gruppe aus Südamerika: Argentinien, Bolivien, Venezuela! Welch eine Freude: „Encantado“. 

Nasser, 19 Jahre alt, aus Dubai erschien mit sehr dominantem Vater, der Mutter und 5 Schwestern! Ich versuchte Nasser zu helfen, dass er Paragliding machen durfte, aber der Vater sagte mir, ihm würde das Herz brechen, wenn er nicht wieder käme. Ich sagte, schauen Sie, ich habe auch schon Paragliding gemacht und ich stehe wieder hier! Die Schwester war ausgeschlossen, da Fabrice der Paraglider Firmeninhaber an der Wispile, keine weibliche Vertretung zum Mitgleiten zur Verfügung hat.

Nasser fragte dann ganz verzweifelt, aber mit Fassung getragen – ob es die Möglichkeit gäbe zu reiten. Lob auf Gstaad Tourismus und das Info-Prospekt, in dem alle Details zum Reiten in Gstaad angeboten werden.

Ein Fahrer in einem Hotel-Bus eines 5-Sterne-Hotels wartete bei laufendem Motor auf seinen Gast. Ich bat ihn höflich den Motor abzustellen, wegen CO2, da es noch eine Weile dauere bis sein Gast wieder unten ist. Er entschuldigte sich für seine Unachtsamkeit.

Es macht viel Freude diesen Service zu bieten und den Gästen zu helfen, damit sie unsere Destination Gstaad „Come up, slow down“ immer wieder besuchen kommen.

Bester Guest Guide in Gstaad

Kleine Oase im Zentrum von Saint Tropez –LOU CAGNARD

Der beliebte und mondäne Ferienort St. TROPEZ stellt viele vor die Frage: In welchem Hotel wollen wir übernachten?

Es gibt eine Fülle von Hotels in vielen Kategorien. Zu den exklusiven gehören das BELROSE aus der Althoff-Gruppe mit dem charmanten General Manager Robert van Straaten hoch über der Bucht von St. Tropez oder das LA BASTIDE DE SAINT TROPEZ wie auch einige andere Relais &Chateau Hotels in bekannter Eleganz und mit guter Küche!

Es gibt teure Restaurants oder das berühmte Café SENEQUIER mit den roten Stühlen, wo man gesehen werden will oder auch wird und tief in die Tasche für einen Cocktail greifen muss.

Die Kunst ist es in St.Tropez das zu finden, was den eigentlichen Ort so beliebt macht. Die kleinen, engen Gassen mit entzückenden modischen Boutiquen; wo man von der schönen Umgebung und der lauen Luft betört ist und gern mal ein luftiges buntes Sommerröckchen kauft. Die kleinen Bistros versteckt in den Gassen mit guter, ehrlicher Küche. Nicht zu vergessen den herrlichen „Place des Lices“, wo in den Sommermonaten dienstags und samstags der Markt stattfindet. Dort gibt es alles, was das Herz begehrt und man so günstig herrliche Kleidung, Hüte, Decken und Käse etc. kauft. Bei meinem letzten Besuch habe ich auch den Cimetière des Marins an der Spitze der Halbinsel mit den wunderschönen bunten Keramikkränzen besucht. Nicht zu vergessen die entlegenen Strände und Buchten, die man manchmal nur von Meeresseite erreichen kann und die herrlichen Pinienwälder.

Nicht gerne möchte man in St. Maxime in einem Hotel sein, weil man sich dann durch die langen Schlangen von Karossen mit lärmenden Motorennach St. Tropez plagen muss!

LOU CAGNARD – ein provenzalisches Haus mit 18 Zimmern, ein kleiner aber sehr blumenreicher gepflegter Garten, wo wir frühstücken, und das Wichtigste für St. Tropez: ein geschlossener Parkplatz!

Ab 21 Uhr werden die Tore geschlossen und unser Auto – oft bepackt für die Weiterreise – ist sicher! Das Hotel ist ruhig und wir können genüsslich schlafen!

Das Hotelier-Paar: Corinne und Jérome Yvon haben jahrelang in der gehobenen Hotellerie gearbeitet und sie hatten einen Traum: ein eigenes Boutique Hotel….und das führen sie nun erfolgreich bereits seit 25 Jahren!

Sie sind sehr hilfsbereit und sorgen für eine harmonische Stimmung in ihrem Haus! Das junge Zimmerpersonal ist sehr freundlich und effektiv. Abends sitze man gern auf der Terrasse vor seinem Zimmer oder im Garten und geniesst noch einen Schlummertrunk!

Mein Mann wollte unbedingt mit mir eine „Bouillabaisse“ essen. Wir baten Corinne uns einen Tisch im „La Bonne Terrasse“ – Chez Camille zu reservieren, was auch klappte.

Es gibt ausserdem noch den berühmten  „Club 55“, wo die Gäste mit ihren Motoryachten ankern und dann vom Personal mit einem kleinen motorisierten Schlauchboot abgeholt werden. Es ist dort immer brechend voll und ich bemerkte, dass die Uhren der Kellner den Protz und die Grösse der Uhren der Gäste teilweise noch übertreffen. Die Trinkgelder müssen irre hoch sein! Da wollte ich eigentlich nicht noch einmal hin – ist Geschmackssache!

Also zurück zur „Bouillabaisse“ im „La Bonne Terrasse“: Wir hatten einen wunderbaren Tisch direkt am Fenster mit Blick auf den darunter liegenden Strand…und uns wurde ein riesiges Tablett mit 6 Fischen präsentiert, die alle in die Suppe kamen. Es war wirklich sehr köstlich und mein Mann schwelgte in alten Erinnerungen. Das Essen war so reichhaltig, dass ich anschliessend unbedingt an den Strand musste, um meine Füsse ins kalte Wasser zu halten und dann lag ich platt für ein paar Minuten am Strand!

Das Vergnügen war auch nicht billig, aber manchmal gibt es eben Dinge, die man einfach mal erlebt haben muss! Denn wie sagt man so schön: 

Man soll das Leben geniessen solange es geht und im Alter von seinen herrlichen Erinnerungen leben!

Hoffmann’s Erzählungen

Hoffmann’s Erzählungen, Phantatische Oper von Jacques Offenbach

Heute morgen wurde ich fröhlich geweckt von einer mir sehr vertrauten Melodie bzw. Oper. „La Baccarole“ rief ich meinem Mann im anderen Zimmer zu. Welch wunderbare, romantiche Musik, die in mir Erinnerungen wachrief.

Ich war noch Teenager und durfte meine Mutter sehr oft zu Opern-Abenden in die „Staatsoper Hamburg“ begleiten. Ich erinnere mich noch, wie ich mich am Tage des Opernbesuchs vorbereitete. Ich las das Libretto, um auch alles später zu verstehen was gesungen wird. Stundenlang saß ich vor dem Spiegel in meinem Zimmer. Auch probierte ich verschiedene Kleider an, um mich dann schließlich für ein hübsches zu entscheiden. …bis es dann endlich losging.

Ich war immer so aufgeregt und selbstverständlich (?) saßen wir in den vorderen Reihen im Parkett Mitte!

Der Dirigent B. Gigli
Tenor Benjamino Gigli

Endlich öffnete sich der riesige, rote Samtvorhang…ich hielt das Programmheft in meinen Händen und in meinem Abendtäschchen auch einen Bonbon….denn bloß nicht husten, das wäre ja ganz schrecklich!

Die Ouvertüre begann wunderbar melodisch, romantisch und zart und als dann auch noch die „Baccarole“ auf der Bühne dazu erschien, da war es um mich geschehen!

In der Oper geht es um Hoffmann’s unglücklichen Lieben zu Olympia, Antonia und Giuletta. Diese sehnsüchtigen, wie dramatischen Gefühle fanden sich in der Musik wieder:

Fröhlich war er, als die „CanCan“ Musik ertönte und tieftraurig war er, als die dumpfe, schwere Musik von „Orpheus in der Unterwelt“ ertönte. Ich erinnere mich auch an die naturgetreuen Bühnenaufbauten und die phantastischen, phantasievollen Kostüme!

Heutzutage würde man die Baccarole wohl auf der leeren Bühne auf die Wand projizieren und ob die tollen roten Rüschenröcke zu „CanCan“ würden die noch gezeigt werden?

Ich erinnere mich nicht mehr ganz genau, wer den Hoffmann gesungen hatte, aber ich war so begeistert von dem italienischen Tenor Benjamino Gigli, dass ich meine, er hatte die Rolle gesungen.

Nach der Aufführung gingen meine Mutter und ich immer in das kleine Restaurant neben der Oper, um dort noch einen „Theaterteller“ zu speisen. Das Aufregende an dem Restaurant war, dass die Künstler nach der Aufführung in dem Restaurant erschienen und ich so Gelegenheit hatte, um für ein Autogramm für mein Programmheft zu bitten. Für mich war das immer ein aufregender Moment und ich weiß, dass ich einmal von Benjamino Gigli ein Autogramm bekommen habe.

 Irgendwann in der Schule bat unser Deutschlehrer – Herr Johannes Mohr – sehr literarisch und in Gedichte verliebt – Uns einen Aufsatz über eines unserer schönsten und beeindruckenden Erlebnisse zu schreiben.  Ich hatte dann über einen Besuch in der „Staatsoper Hamburg“ anlässlich der fulminosen Aufführung der Oper „AIDA“ von Giuseppe Verdi geschrieben. Mein DIN A5  Schreibheft beschrieb ich nur mit 1 ½ Seiten und muss meinen Deutschlehrer wohl so begeistert haben, dass ich als Einzige eine „1 mit Auszeichnung“ bekam. Ich glaube, dass meine Begeisterung einfach ehrlich und gefühlvoll rüber kam.

Trotz vergeblicher Mühen in alten Kisten, auf dem Dachboden usw. rumzusuchen …finde ich leider das Heft nicht mehr!!

Marlis Leo

Divertimenti

Das coolste Geschäft in London, Brompton Road, Knightsbridge

Divertmenti heisst übersetzt aus dem Italienischen „Spass, Vergnügen“.

Der Name steht für das wohl beste und tollste Küchen- und Tischutensilien-Geschäft sowie für eine interessante und unkomplizierte Cookery School! So begann es:

Im Fenster des Shops stand ein baby-rosafarbener AGA-Herd, in einer nicht der üblichen Größen. Neugierig, wie ich bin, betrat ich das Geschäft und auf die Frage nach diesem AGA-Herd, begleitete mich eine nette Verkäuferin in das UG, wo es eine grössere Auswahl an Herden gab. Ich staunte nicht schlecht, als ich dort eine große, professionell ausgestattete Küche sah. Ich fragte gleich: “Do you give cooking classes here? When will be the next one one?“

The shop assistant answered: “Tonight!”

“And what is it about?”

“Knives skills, how to prepare a chicken, vegetables etc.”

“How much does it cost?”

“GBP 125,–”

“I am on, here is my CC!”

And what a wonderful evening that was! We were a group of five international ladies. The teacher was Martha Money.

I learnt a lot and still practice sharpening my knives and some tricks how to cut vegetables… but, I still unable to manage to prepare that damn bird properly… and where the hell is the wishing bone? One lady explained to me that she puts the “wishing bone” on her window sill for her wishes to become true! On top of that we enjoyed an excellent dinner with all the food which we had prepared and also excellent wine was offered!

My second class, I visited was “An evening in the kitchen with Claude Bosi. Claude Bosi, French, had just left his 3-star-Michelin restaurant “Hibiscus” and was preparing for a new challenge, as he felt he had too much stress with the demands of 3-Michelin stars!

Ein Abend in der Küche mit Claudio Bosi

So he cooked for us an excellent 5-course dinner. The dessert was a chocolate cake with an eatable “Andy Warhol” – Sticker ”Wow!”.

My husband came with me on that occasion and believe me he was sitting on the edge of his chair in order not to miss out anything the Chef was preparing and was very curious and asked constantly questions.

As to Claude Bosi: Once successful, always successful! Shortly after that evening he opened his new Restaurant, the “Bibendum” in the Michelin-House at Sloane Street, …and already has again 2-Michelin stars!

Bibendum in short: BIB is the name of the promotion figure of the French tire producer Michelin. It also means “drink “ or in German language “trinkend”.

Next time we will definitely go and have a treat.

One journalist wrote how excellent and stunning the visit to the restaurant is, but also he mentioned to check whether you have just made a lucrative business, or made an inheritance of your aunt…..

Divertimenti – besides the Cookery School, the shop has so many things and gadgets for your kitchen and table to offer, you could never dream of!

My last trophy was a large spoon made of metal and covered with Teflon, so nothing really sticks on it and they are sold in all lovely colors, like apple green, yellow, red and blue. I bought five of those!

So on your next trip to London go there and have a look. If you are not able to resist the large variety of the wonderful kitchen stuff… Divertimenti will be happy to ship it to your home address, no matter where it is!

Meine Leidenschaft……..Kochen!

Schon als Teenager war ich interessiert am Kochen, aber so richtig in Fahrt gekommen ist diese Leidenschaft erst dann, als ich nicht mehr so viel beruflich reisen musste. Aber auch dann war ich bereits neugierig und interessiert in fremde Töpfe zu schauen. Heute wählen wir für unsere Privatreisen oft Hotels aus, die bekannte und ausgezeichnete Chefs de Cuisine haben. Besonders gern reisen wir in Relais & Chateaux Hotels, die ausser guten Lagen, schönen Hotels auch immer bekannt sind für die gute Küche.

So kommt es vor, dass mein lieber Mann mich im Hotel sucht und plötzlich in der Küche steht, mich erblickt und sagt: Dachte ich es mir doch, dass Du hier bist! Und oft fragt er mich: „Woher weisst Du das denn schon wieder?“

Der Tisch ist gedeckt

Darauf antworte ich: „Ich habe nur gefragt!“

So bieb es nicht aus, dass wir unsere Reisen nach Gourmet-Tempeln planten. Unsere Ziele sind überwiegend in Frankreich, England bzw. London und die Schweiz. Einmal waren wir im „Hotel du Palais“ in Biarritz. Der denkmalgeschützte Palast war einst der Sommerfrischeort für Napoleon III. und seine Gattin Eugenie. Das Palais hat noch heute viele schöne Dinge aus der Zeit in den Vitrinen, wie z.B. das königliche Porzellan, Vasen und Gemälde.  Die Lage des Hotel du Palais ist atemberaubend: direkt am Atlantik und beim Diner – so man dann einen Tisch am Fenster reserviert hat – hat man den herrlichen Ausblick auf die tosenden Wellen des Atlantiks. Monsieur Gaultier – Chef de Cuisine – zeigte mit seine Küche und …zum ersten Male sah ich blaue Hummer, die allerdings beim Kochen wie alle anderen auch rot werden. Diese Hummer kauft er frühmorgens von den Fischern nördlich von Biarritz in Bayonne.

Von dem ausgezeichneten Sommelier lernten wir, dass beim Trinken der Rotweins vom letzten Abend und dann die neue Flasche kam, die Gläser nicht erneuert werden. Man nennt es „aviner“, d.h. mit Wein befeuchten und der Geschmack des Weines in dem Glas ist runder, intensiver und aromatischer. Der Service der Kellner ist umwerfend: elegant und zuvorkommend, „impeccable“! und einmalig!

Ab Sommer 2020 wird das Hotel von der HYATT Hotelkette geführt. Das Palais gehört immer noch dem franz. Staat.

Natürlich reisten wir auch ins Périgord auf den Fuss-Stapfen von „Bruno le Commissaire“, der bei besonders schwierigen Fällen in seinem Kommissariat sich in die Küche zurückzog, um beim Kochen darüber nachzudenken.  Bruno ist die Phantasiegestalt von Martin Walker, der mehrere Krimis über den Kommissar geschrieben hat. Dazu kommt auch das überaus interessante und spannende Kochbuch von „Bruno“.

Besonders erwähnen möchte ich auch „Stephan’s Bistro du Marché in Bergerac, der interessante Gerichte zaubert…so begeistert waren wir, dass wir zusammen mit anderen Gästen aufstanden und ihm „standing ovations“ gaben!

Stephan,Chef im Bistro du Marché, Bergerac

In London geht gar nichts ohne „Ottolenghi“ , der inzwischen 5 vegetarische Restaurants hat mit Rezepten aus dem Abendland. Seine Gerichte sind ein „Feuerwerk im Gaumen“!

Die Gerichte – wenn man dann einmal alle Gewürze eingekauft hat wie z.B. Zumac, Pomegranate seed powder, Koriander, Zitronenpaste, diverse Pfeffersorten, Chili Flakes usw. – sind sehr leicht zuzubereiten. Allerdings muss ich sagen, dass meine Freunde immer zurückschrecken wenn sie nach dem Rezept fragen, und die vielen aufgelisteten Zutaten sehen….. Dann sollen sie doch weiterhin Zuhause Spiegelei auf Brot essen, aber nicht bei mir!

Diese vielen Kochbücher gehen auch mit mir auf die Reise ins Ferienhaus. Leider sind diese Bücher ziemlich schwer! Ich habe einen ganzen Schrank voller Kochbücher und es ist mein großes Vergnügen darin zu schmökern und immer wieder etwas Neues auszuprobieren.

Für den Sommer habe ich das Buch von „Bondi Harvest“ erstanden – er kocht unkomplizierte, leichte, bunte Küche am Strand in Australien – z.B. ist das Ceviche-Rezept von ihm eine Bombe!

Und ein Buch über „Superfood“! Ganz gesund!

Ein weiteres ausgezeichnetes Kochbuch ist: „L’Or de Provence“(leider vergriffen), in dem nur Rezepte mit „extra vergine“Olivenöl beschrieben sind. Am liebsten mag ich daraus die Artischocken gedünstet in viel Knoblauch, Petersilie und Olivenöl. Das Rezept heisst auch „Römische Art“. Am besten reist man im April nach ROM, dann ist Saison von Artischocken und in jedem Restaurant kann man wählen zwischen „à la romana“ oder „à la juidea“ (knusprig frittiert)! Man weiss nicht was besser schmeckt!

Wunderbares Rezeptbuch mit vielen Informationen über Olivenöl!

Geniales Rezept für Artischocken à la Romana

So sieht es aus fertig zum Essen. Bon appetit!
Otttolenghi : Aubergine mit Bulgur

Im Internet wurde ich aufmerksam auf „Great British Chefs“, die ausgezeichnete Rezepte von vielen Super-Köchen in England bringen. Sage mir keiner, dass man nicht ausgezeichnet essen kann in England! Phänomenal!!

Die Erfinder der „Great British Chefs“ website, hatten dann auch ein Kickstarter-Projekt aufgelegt, an dem ich mich beteiligt habe.  Nachdem ich bezahlt hatte erhielt ich dann ca. 6Monate später mein signiertes Kochbuch und dazu…eine schwarze Küchenschürze mit Logo von „Great British Chefs“.

Welche Ehre!

Eigentlich meint mein Mann, dass er mit mir ja gar nicht mehr essen gehen sollte, weil es ihm so gut Zuhause schmeckt. Da habe ich aber einen grossen Einwand: „ Ich brauche doch immer wieder neue Inspirationen!“

Französischer Jura – bijou caché

Französischer Jura – eine noch fast unentdeckte Perle mit atemberaubender schöner Natur! Un vrai bijou caché!

Unser Geheimtipp ist das Relais & Châteaux Hotel „Château de Germigney“ in Port Lesney. Bei unserem letzten Besuch im Dezember haben wir uns die Gegend südlich von Pontarlier intensiver angeschaut. Diese Ecke des frz. Jura ist besonders malerisch, voll von Geschichte und gesunder Natur soweit das Auge reicht – un bijou caché!

 

Ein Paradies für viele Freizeit- und Sportaktivitäten wie Mountainbiking, Wandern, Klettern, Schwimmen, Angeln und auch Höhlenforschung. Französischer Jura – bijou caché weiterlesen

Bundeshauptstadt BERN – Besuch des Bundeshauses

Bern Panorama mit Abendstimmung.
Schweiz. ganz natuerlich.
Bern Panorama mit Abendstimmung.

Vor einiger Zeit sagte mir ein weitgereister Schweizer Freund: „Bern ist überhaupt die schönste Stadt der Welt“, womit er nicht unrecht hat, denn schon
Johann Wolfgang von Goethe beschrieb 1779 Bern folgendermassen: „…sie ist die schönste, die wir gesehen haben in bürgerlicher Gleichheit eins wie das andere gebaut…“. Und 1983 wurde Berns Altstadt in die Liste des UNESCO Welterbes eingetragen.Bern hat heute ca. 145.000 Einwohner und ist mit seiner unversehrten Altstadt, Laubengängen und vielen individuellen Geschäften und Antiquitätenläden, Kunstgalerien etc. wirklich bezaubernd. Majestätisch, neben dem herrlichen Hotel Bellevue Bundeshauptstadt BERN – Besuch des Bundeshauses weiterlesen